place/making

Palmenhaus Flughafen Tempelhof

Das Palmenhaus ist ein temporärer Bau, der mit geringem Aufwand und Kosten erreichtet werden kann. Er dient geflüchteten Menschen, die in einer (Not)-Unterkünften leben müssen sowie lokalen Hilfsorganisationen als Ort für Information, Kooperation und Vernetzung.

Menschen können sich im Palmenhaus über Angebote im lokalen Umfeld informieren, die Bespielung der Außenflächen wird über das InfoCompass Informationsplattform organisiert. Initiativen und Projekten wird im Palmenhaus ein geschützter Rahmen geboten, um sich vorzustellen und passende Teilnehmer/innen für ihre Angebote zu finden. Heim-Bewohner können den geschützen Raum temporär nutzen, um ungestört zu arbeiten oder um eigene Projekte zu beginnen.

Das Palmenhaus beherbergt gespendete Pflanzen, die von Betreibern, Bewohnern und teilnehmenden Initiativen gepflegt werden. Es schafft einen poetischen Gegenpol zum funktionalen Charakter vieler Massennnterbringungen. Es ist ein Ort, um Schwellen abzubauen, die den Kontakt zu den in der Zivilgesellschaft entstehenden Angeboten oft erschweren.

Das Palmenhaus ist Bestandteil des von der Lotto Stiftung Berlin geförderten Projekts InfoCompass Berlin (März 2016 – April 2018). Architektonisches Konzept und Inneneinrichtung des Palmenhauses wurden im Rahmen des Förderprojekts entwickelt und die Umsetzung geplant.

Ein Standort war zunächst im unmittelbaren Umfeld des Hauptgebäudes des ehemaligen Flughafen Tempelhof geplant. Aufgrund der sich schnell ändernden Geflüchtetensituation wurde vom Senat Berlin Ende 2016 die Schließung der Unterkunft beschlossen, womit der Bedarf für das Palmenhaus nicht mehr gegeben war.

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Rendering: Atelier Fanelsa

Team
place/making, Verband für sozial kulturelle Arbeit, Atelier Fanelsa

Client
Lotto Stiftung Berlin

City
Berlin

Year
2016.05